Das Kochprojekt

bild004Die Idee für unseren Kochclub ist in der 1. Kinderkonferenz in der Neuköllner Gropiusstadt entstanden und deckt einen sinnvollen und notwendigen Förderbereich im Leben der Kinder ab.
In den Familien bleibt immer weniger Zeit gemeinsam mit den Kindern zu kochen, dadurch ist den Kindern ein wichtiges lebenspraktisches Erfahrungsfeld verschlossen.
Durch die zunehmende Verwendung von industriell vorgefertigten Lebensmitteln verlieren die Kinder den Bezug zum Ursprung unserer Nahrungsmittel.
Fast-Food und Einheitsgeschmack verdrängen immer häufiger eine vielseitige Koch- und Esskultur.
Durch falsche Ernähung und Bewegungsmangel nehmen vor allem Übergewicht und Fettleibigkeit zu.
Gesunde Lebensführung bekommt in der Erziehung von Kindern einen immer größeren Stellenwert.
All diese Punkte haben uns veranlasst dieses Projekt ins Leben zu rufen.

Ziele:bild-082
Das Kochen mit den Kindern war auf sie und ihre Bedürfnisse ausgerichtet.
Ziel war es ihnen mit Spaß und Probierlust viele Einblicke in die Welt des Kochens zu ermöglichen und in Kochgruppen ein leckeres und gleichzeitig gesundes Essen auszurichten.
Die Erfahrungen in unseren Kochclub haben gezeigt, dass mit viel Begeisterung und Liebe die Kinder (unter pädagogischer Anleitung) das Kochen für sich entdeckten.- Mit Kindern, statt für Kinder kochen, d.h. Beteiligung und Mitverantwortung bei der Gemeinschaftsverpflegung.

  • Die Kinder lernen, wie einfache Gerichte kindgerecht zubereitet werden.
  • Die Kinder lernen praktische Küchenfertigkeiten: Von der Schulung der Feinmotorik (z. B. Sparschäler) bis zum Arbeiten nach Rezepten (z. B. Mengenberechnungen). Auch wie man ein Geschirrtuch benutzt, dass man vor dem Essen die Hände waschen muss, etc.
  • Die Kinder lernen gesunde Alternativen zu stark verarbeiteten Lebensmitteln kennen.
  • Kochen ist eine wunderbare Sinnesschulung: Riechen, Schmecken,..
  • Die Kinder schreiben die von ihnen gekochten Rezepte ab (siehe Speisekarte)
  • Wir legen Wert auf Esskultur, z. B. einen schön gedeckten Tische, eine ruhige Atmosphäre beim Essen, Umgangsregeln (gemeinsamer Beginn des Essens….)
  • Die Kinder der Gropiusstadt suchen sich die Rezepte aus und entscheiden sich gemeinsam in der Gruppe für ein Rezept.
  • Freiwillige Verantwortliche sind für die Aufgabenverteilung zuständig (Verantwortung).
  • Die Kinder geben den einzelnen Gerichten ihre Namen (Kreativität).
  • Vorwiegend wird in der näheren Umgebung eingekauft, um das soziokulturelle Umfeld mit einzuschließen.
  • Die Kinder kaufen zum Teil selbstständig ein.

bild-014bild-001Als Fazit ist zu sagen, dass alle Kinder enorm große Freude am gemeinsamen Kochen und Essen hatten.
Sie haben einen guten Einblick und vielseitige Erfahrungen sammeln können und ihre Sozial-, Sach- und Selbstkompetenz durch dieses Projekt positiv geschult.

Entstanden ist eine wunderschöne Speisekarte sowie 4 Menükarten mit 6 auswechselbaren Gerichtekarten, so dass man im Nachfolgeprojekt „Familiengarten” ein vielseitiges Essensangebot anbieten konnte.
Gekocht wurde regelmäßig am Mittwoch, gelegentlich am Freitag sowie die kompletten Pfingstferien durch.