Ziele:
- Kulturelle Horizonte erweitern
- Kritische Medienkompetenz entwickeln
- Demokratische Entscheidungsprozesse gestalten
- Diskussionskompetenzen in Gruppen fördern
- Positive Gruppendynamik stimulieren
Ablauf:
Die Mitglieder des Filmclubs haben sich mittels Anmeldung auf einem Aushang im Kinderclub zusammengefunden. Beim ersten Treffen wurde ein Plakat des Filmclubs mit Platz für Ankündigungen erstellt. Auch wurde diskutiert, welche Filme die Mitglieder interessieren, und dass die Mitglieder sich Mitgliedspässe wünschen. Weil es die Befürchtung gab, mehr zu reden als Filme zu gucken, wurde ab dem zweiten Treffen mit der Vorführung von Filmen begonnen.
Die Projekttage, an denen Filme gezeigt wurden, hatten immer einen bestimmten Ablauf. Zwei Filme wurden, mittels von den Kindern vorher aus dem Internet herausgesuchter Kurzbeschreibungen, vorgestellt. Daraufhin fand die Wahl von zwei Filmreportern statt, die für die Dokumentation verantwortlich waren. Der Raum wurde gemeinsam zum Kino umgebaut und unter Genuss von Popcorn der Film gesehen. Die Auswertung des jeweiligen Films folgte in zwei Phasen. Es gab Plakate mit bestimmten Fragen, auf denen die Kinder ihre Bewertungen eintrugen und anhand der ausgefüllten Plakate gemeinsam besprochen.
In der Diskussion nach dem zweiten Film wurde von den Kindern der Bedarf nach Regeln für den Filmclub festgestellt. Bei dem nächsten Treffen wurden von den Kindern vorgeschlagene Regeln diskutiert und in einem „Buch der Regeln” festgelegt. Diese Regeln blieben Teil des Programmablaufs, auch weil immer wieder neue Mitglieder zum Filmclub dazugestoßen sind.
Bei zwei Filmclubtreffen ging es um die Entwicklung und Erstellung der Mitgliedsausweise. Die Kinder haben zusammen besprochen und festgelegt, was auf den Ausweisen stehen sollte, haben sie selber gestaltet und laminiert.Ergebnisse:
Das Filmclubprojekt hatte einige greifbare Ergebnisse. Den Kindern stehen jetzt eine Reihe von interessanten Filmen zur Verfügung und sie haben Mitgliedsausweise, auf die sie stolz sind.
Sie haben neue Filme kennen gelernt, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Bildern wie z.B. Geschlechterrollen auseinander gesetzt haben. Sie haben erfahren, dass sie sich über verschiedene Aspekte der Filme austauschen können und dass sie die Möglichkeit und das Recht haben, Medienprodukte zu kritisieren und zu bewerten.
Während der Auswahl der Filme und der Auswertungen haben die Kinder Diskussionskompetenzen wie zuhören, argumentieren und den Umgang mit unterschiedlichen Meinungen weiterentwickeln können. In diesen Diskussionen sind sowohl die Filme als auch das Verhalten der Kinder innerhalb des Projekts und der Verlauf reflektiert worden. Die Mitwirkenden haben selbst eine Vielzahl von Ideen eingebracht wie den Umbau des Raums oder die Filmclubregeln.
Natürlich gab es auch Schwierigkeiten innerhalb des Projekts. Eine davon war die zeitliche Begrenzung. So wie jeder Prozess, braucht auch der des Reflektierens und Begreifens eines Filmes Zeit, die je nach Gruppengröße leider manchmal zu kurz ausfiel. Ein neues Konzept für die Erstellung einer zentralen Informationsquelle zu den Filmen soll von den Filmclubmitgliedern noch entwickelt werden.
